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21.11.2017

Laurentius-Realschule organisierte einen Aktionstag gegen Rechtsextremismus

In Zusammenarbeit mit der Polizei Nürnberg und der Staatsanwaltschaft Ansbach organisierte die Laurentius-Realschule eine Aktion gegen Rechtsextremismus und für Gewaltprävention für Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen.


Daniel Hader, Richter der Staatsanwaltschaft Ansbach, führte die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Laurentius-Realschule zu Beginn des Aktionstags anschaulich in die Thematik und die Rechtslage in Deutschland ein. Er verdeutlichte die Unterschiede zwischen Jugend- und Erwachsenenstrafrecht und gab Beispiele über die Möglichkeiten der Bestrafung jugendlicher Straftäter. Dabei zeigte er auf, dass es gerade im Jugendstrafrecht darauf ankomme, die Täterinnen und Täter zu erziehen statt zu bestrafen. „Die Auflagen reichen von Entschuldigungsbriefen, über Sozialstunden und Arrest bis hin zu Referaten über die begangene Straftat. Das soll den Jugendlichen die Möglichkeit geben, nochmal über das Vergehen nachzudenken“, erklärte Hader. Tiefer ging er im Rahmen dessen auch auf die zunehmende Verbreitung pornografischer Inhalte über soziale Medien oder Smartphones und auf die Gefahren von Kräutermischungen ein. Beides seien ernste und zunehmende Probleme, deren Wirkungen sich viele Jugendliche nicht bewusst seien.

 

Kriminalhauptkommissar Stefan Malek vom Polizeipräsidium Mittelfranken erläuterte den Schülern zunächst die Tätigkeiten in seinem Dezernat. Anschließend baute er gemeinsam mit den Schülern den Prototypen eines Neonazis. „Wir stellen sie uns mit Springerstiefeln, Glatze und Bomberjacke vor, aber das ist häufig nicht mehr der Realität entsprechend“, erklärte er. Skinheads und rechtsextreme Menschen seien heute fast nicht mehr an ihrem äußeren Erscheinungsbild erkennbar. Das und auch die Tatsache, dass viele Gruppen gezielt auf Schulhöfen versuchen würden, Schüler zu überreden, verstärke die Notwendigkeit, gezielt über Rechtsextremismus aufzuklären. In seinem Vortrag verdeutlichte er, wie sich jeder dagegen wehren können.

 

Zustande kam der Aktionstag durch Werner Brauchle, Lehrkraft an der Laurentius-Realschule. „Gerade in der Pubertät ist es ein Leichtes, jemanden von etwas zu beeinflussen. Dem wollen wir entgegenwirken“, betonte Brauchle. Er hatte den Aktionstag ins Leben gerufen, nachdem er auf Gegendemonstrationen die vielen jugendlichen Teilnehmer rechtsextremer Demonstrationen gesehen hatten.

Amanda Müller, Pressestelle

Bildunterschriften:

Richter Dominic Hader informierte die Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse der Laurentius-Realschule anschaulich über das Jugendstrafrecht.

Kriminalkommissar Stefan Malek gab den Schülerinnen und Schülern der 8. Klassen der Laurentius-Realschule Tipps, wie sie Rechtsextremisten und ihre Ziele erkennen können.


 

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