Dass vier große Nationen, erfüllt von ihrem Siege und schmerzlich gepeinigt von dem geschehenen Unrecht, nicht Rache üben, sondern ihre gefangenen Feinde freiwillig dem Richterspruch des Gesetzes übergeben, ist eines der bedeutsamsten Zugeständnisse, das die Macht jemals als Vernunft eingeräumt hat.

Gedenkstätte Nürnberger Prozesse
Gedenkstätte Nürnberger Prozesse

Mit diesen Worten aus der Anklageschrift des Internationalen Militärtribunals eröffnete der amerikanische Chefankläger Robert H. Jackson den Prozess gegen 21 ranghohe Funktionäre des NS-Staates. Sie stehen bis heute symbolisch für die Bedeutung und den Beginn der Nürnberger Prozesse.

Am 30. September vor 75 Jahren begann die zweitägige Urteilsverkündung im Nürnberger Hauptkriegsverbrecher-Prozess. Die Erinnerung an das historische Verfahren wird aktuell oft missbraucht – von Corona-Leugnern, Reichsbürgern und extremen Rechten.

Umso wichtiger ist es, an die Geschehnisse der Vergangenheit zu erinnern, Zusammenhänge zu erklären und Auswirkungen, die bis in die heutige Zeit nachhallen, zu diskutieren.


Klasse 10b vor dem Justizgebäude
Klasse 10b vor dem Justizgebäude

Den ersten Wandertag dieses Schuljahres nahm daher die Klasse 10b zum Anlass, den Originalschauplatz der Nürnberger Prozesse auf sich wirken zu lassen. Begleitet wurden die Schüler*innen von Frau Hilburger-Wagner und Frau Koffmane.

Im Dachgeschoss des Justizgebäudes an der Fürther Straße, schräg über dem Saal 600, in dem der Hauptkriegsverbrecherprozess stattgefunden hat, nahm die Klasse an einer Führung durch die Ausstellung teil. Anschaulich und mit viel Hintergrundinformationen konnten sich die Schüler*innen ein Bild davon machen, warum dieser Prozess damals für weltweites mediales Aufsehen sorgte und welche Bedeutung er bis in die heutige Zeit darstellt. Abgerundet wurde die Exkursion durch die Besichtigung des Saals 600.

Ein eindrucksvoller Ausflug, der in Erinnerung bleibt.

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