In der Woche vom 17.05.2026 bis zum 23.05.2026 durften wir 28 französische Austauschschüler*innen und drei begleitende Lehrerinnen bei uns in der Laurentius-Realschule willkommen heißen.
Die Jugendlichen kommen aus den beiden Collèges in Eymoutiers und Pierre-Buffière in der französischen Region Nouvelle-Aquitaine. Von deutscher Seite aus nahmen Schüler*innen der Jahrgangsstufen 7 bis 9 teil, welche Französisch lernen. Während die Neuntklässer*innen ihre Austauschpartner*innen meist schon kannten, war es für die Jüngeren eine erste Begegnung, nachdem sie sich in den Monaten zuvor nur schriftlich kennengelernt hatten. Unser Gegenbesuch in Frankreich wird im kommenden Schuljahr stattfinden.
Am Montag stand der gemeinsame Unterricht auf dem Programm. In der Aula wurden die Französ*innen von unserer Schulleiterin Frau Seitzinger-Bürkel herzlich begrüßt. Danach lernten sie in den Klassen den deutschen Unterricht kennen und erkundeten bei einer Schulhausrallye zusammen mit den deutschen Partnern das Schulgelände.
Von Dienstag bis Freitag besuchten die französischen und deutschen Jugendlichen gemeinsam unsere Region: Wir durchschritten den Barfußwonnenweg am Brombachsee und hatten Zeit zum gemeinsamen Volleyballspielen am Seeufer, erlebten eine Stadtführung durch das mittelalterliche Nürnberg, einen Workshop auf der Cadolzburg sowie eine Stadtralley durch Ansbach in französisch-deutschen Gruppen. Hierbei gab es viele Gelegenheiten zum gemeinsamen Kennenlernen und Austausch nicht nur mit dem eigenen Austauschpartner.
An den Nachmittagen und Abenden boten die Gastfamilien zum Teil weitere Ausflüge an oder ließen die Gäste einfach an ihrem Alltag teilhaben. Auf diese Weise bekamen die Französinnen und Franzosen wertvolle Einblicke in unsere Kultur und Lebensweise, die über einen touristischen Aufenthalt weit hinausgehen.
Solche Erfahrungen stärken das Selbstvertrauen, weil die Teilnehmenden lernen, sich in ungewohnten Situationen zu orientieren, Probleme in einer Fremdsprache zu lösen und Verantwortung zu übernehmen.
Sprache spielte dabei eine zentrale Rolle: Die französischen und deutschen Schüler*innen konnten die im Unterricht erworbenen Fremdsprachenkenntnisse praktisch anwenden, erweitern und vertiefen. Direkte Kommunikation im Alltag und beim Austausch mit Gleichaltrigen fördert nicht nur sprachliche Sicherheit, sondern auch gegenseitiges Verständnis auf persönlicher Ebene. Daraus entstehen oft nachhaltige Freundschaften und internationale Kontakte, die über die Austauschwoche hinauswirken.
Darüber hinaus stärkt ein Schüleraustausch soziale Kompetenzen wie Offenheit, Anpassungsfähigkeit und Toleranz. Vorurteile werden abgebaut und Neugier sowie Empathie geweckt.
Wir danken allen, die diesen Austausch möglich gemacht haben: Den mitreisenden Lehrerinnen, den Organisatorinnen an beiden Schulen in den Partnerregionen — und ganz besonders den gastgebenden Eltern und Familien unserer Schüler*innen, die den französischen Gästen ein Zuhause auf Zeit geschenkt und so den persönlichen Austausch erst ermöglicht haben. Vielen Dank für Ihre Gastfreundschaft und Ihr Engagement.
L. Manseicher