Noch 96 Stunden – Mayday, Mayday!
Am Montag, den 23. März 2026, „stürzte“ das Raumschiff Class7BD mit einer 50-köpfigen Crew aufgrund eines Triebwerkschadens in Heilbronn in der Nähe einer Jugendherberge in den Neckar. Weil es ein paar Tage dauerte, bis man das Raumschiff aus dem Wasser hieven und reparieren konnte, handelten die Verantwortlichen schnell und fanden übergangsweise in der Jugendherberge eine Unterkunft.
Die Schülerinnen und Schüler der Crew besuchten daraufhin die Experimenta, um sich mit den technischen Bestandteilen auseinanderzusetzen. Diese Einrichtung bietet für Kinder und Erwachsene die hervorragende Möglichkeit, naturwissenschaftliche Zusammenhänge durch direkte Anschauung zu begreifen. Den ganzen Tag über konnten die Kids in der interaktiven Ausstellung spielerisch interessante Dinge über den menschlichen Körper und der Festigkeit von Stoffen lernen und so ihr eigenes Wissen erweitern. Neben einem Besuch in der Sternenwarte fand ein Schüler die Live-Show Blitzgescheit besonders „cool“, in dieser Fragen über Strom, Spannungsfelder und der Körperleitfähigkeit mit Hilfe von Experimenten beantwortet wurden. Das Verständnis über das Raumschiff und dessen Funktionsweise der Triebwerke wurde somit gefestigt.
Noch 72 Stunden – Code 67 Wo ist Helge?
Der darauffolgende Dienstag war primär der Förderung der Gruppendynamik gewidmet. Im Rahmen eines kooperativen Team-Building-Moduls konnte die Crew in einer Ochs-am-Berg-Variante ihre Klassengemeinschaft stärken, indem sie den Stofftierelch Helge vor den Teamleitern versteckten. Ebenso wurden dabei Kommunikations- sowie Problemlösungskompetenzen gefördert. Nach dem Mittagessen durften die Kinder in Gruppen in der Innenstadt von Heilbronn Aufgaben einer Foto-Rallye nachgehen. Zwei befragte Crew-Mitglieder empfanden diese Aktivitäten als ein persönliches Highlight dieser abwechslungsreichen Woche. Am Abend trafen sich die beiden Gruppen für einen gemeinsamen Spieleabend. Neben Tischkicker und Tischtennis wurden verschiedene Brettspiele ausgepackt und mit der Karaoke-Anlage und dem Gesang der Kids kam noch mehr Stimmung auf. Insgesamt diente der Tag zur Stärkung des Gruppenzusammenhalts, so dass am nächsten Tag eine schwierige Aufgabe bewältigt werden konnte: das Raumschiff musste aus dem Wasser gezogen werden.
Noch 48 Stunden – Floßbau im Regen
Am Mittwoch wurde die physische und mentale Belastbarkeit der Gruppe durch den Bau eines Floßes mit Hilfe von Holzbrettern, Fässern und Seilen geprüft, welcher leider bei einem Teil der Crew im strömenden Regen stattfand. Obwohl es zeitweise wie aus Eimern schüttete, gelang es den Kids, tragfähige Konstruktionen zu errichten. Nach einer Probefahrt im Neckar und der Verkabelung des Raumschiffes konnten sich sowohl das Raumschiff als auch die Crew schließlich im Trockenen erholen, wobei sich zur allgemeinen Aufheiterung sogleich die Frage des Tages stellte: „Schokolade oder Erdbeere?“.
Noch 24 Stunden – Geo-Caching und Andockmanöver
Am Donnerstag diente ein mehrteiliges pädagogisches Programm der weiteren Festigung sozialer Kompetenzen. Die Kombination aus synchronem Seilspringen, einem strategisch anspruchsvollen Felder-Spiel und einer Geocaching-Aufgabe, rundeten den Aufenthalt in Heilbronn inhaltlich ab. Währenddessen konnte das Raumschiff repariert und für den Heimflug vorbereitet werden.
3, 2, 1 – Triebwerkstart in die Ferien
Am 27. März 2026, als alle Systeme wieder normal arbeiteten, wurden die Triebwerke für die Heimreise gezündet. Die intensiven Vorbereitungen und Aktivitäten kamen bei der Crew sehr gut an. Sie ist nun bestens gerüstet, um den „Absturzort“ Heilbronn zu verlassen und den sicheren Rückflug in den heimischen Orbit Neuendettelsau anzutreten. Während des Heimflugs wurden zahlreiche Fähigkeiten in Form von Sternschnuppen entdeckt. Es heißt, dass Sternschnuppen den Menschen, die sie sehen, Glück bringen. Und so lernten die Schüler‘innen etwas über Zusammenhalt, Loyalität, Kommunikation und gemeinsamen Erfolg.
Over and out!
Lukas Ley