Ostergruß 2022

Über die Hälfte des Schuljahres ist schon geschafft und damit auch mehr als die Hälfte der Exen und Schulaufgaben geschrieben. Draußen wird es wärmer, die Kraft der Frühlingssonne setzt Glückshormone frei und wir erfreuen uns an den ersten Blüten. Und ja, auch die Osterferien mit zwei Wochen Auszeit von der Schule wecken Vorfreude.

 

Andererseits ist es momentan nicht leicht, in positive Stimmung zu verfallen. Die Arbeitsbelastung ist bei allen höher denn je, weiterhin gibt es sehr viele Covid-19-Fälle unter den Lehrkräften, den Schüler*innen und ihren Familien, verbunden mit der Isolation zuhause und der Angst vor Spätfolgen. Mit dem Angriff Putins auf die Ukraine herrscht nun zudem gar nicht weit von uns ein schlimmer Krieg und unschuldige Menschen erleben unvorstellbares Leid. Wie soll da noch Platz für Hoffnung und Osterfreude sein?

Unter Lukas 24,13 – 17a finden wir folgende Geschichte:

Am selben Tag gingen zwei, die zu den Jüngern von Jesus gehört hatten, nach dem Dorf Emmaus, das zwölf Kilometer von Jerusalem entfernt lag. Unterwegs unterhielten sie sich über alles, was geschehen war. Als sie so miteinander sprachen und alles hin und her überlegten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Aber sie erkannten ihn nicht; sie waren wie mit Blindheit geschlagen. Jesus fragte sie: »Worüber redet ihr denn so erregt unterwegs?«“ (Gute Nachricht Bibel)

Die beiden Jünger aus der Bibelstelle sind in diesem Moment fix und fertig. Sie hatten all ihre Hoffnungen auf Jesus gesetzt und jetzt ist alles vorbei, er wurde gekreuzigt. Sie haben keine Ahnung, wie es weitergehen soll.

Wir alle kennen auch solche Momente im Leben. Momente, die uns erst einmal komplett aus der Bahn geworfen haben. Momente, in denen wir nicht mehr weiterwussten.

Die biblische Geschichte geht so weiter:

Inzwischen waren sie in die Nähe von Emmaus gekommen. Jesus tat so, als wollte er weitergehen. Aber sie ließen es nicht zu und sagten: »Bleib doch bei uns! Es geht schon auf den Abend zu, gleich wird es dunkel!« Da folgte er ihrer Einladung und blieb bei ihnen. Als er dann mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, sprach das Segensgebet darüber, brach es in Stücke und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn. Aber im selben Augenblick verschwand er vor ihnen. Sie sagten zueinander: »Brannte es nicht wie ein Feuer in unserem Herzen, als er unterwegs mit uns sprach und uns den Sinn der Heiligen Schriften aufschloss?«“ (Gute Nachricht Bibel)

Oft sind genau diese dunklen Wegstrecken im Leben also die, die uns nach vorne bringen und die Weichen für unsere Zukunft stellen. Die Emmaus-Jünger können nun die Frohe Botschaft der Auferstehung Jesu glauben, sehen wieder Licht am Ende des Tunnels und schenken im Anschluss auch anderen Verzweifelten Hoffnung.

 

 

Und gerade auf den dunkelsten Wegstrecken sind wir nicht allein, weil Jesus uns wie den Jüngern zur Seite steht, in Form von Menschen, die es gut mit uns meinen. Und daran, dass nach dem Dunkel immer wieder Licht kommt, weil Jesus für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist, sollen uns die Osterkerze und das Osterfeuer jedes Jahr aufs Neue erinnern.

Unser Leben ist gut, auch wenn es manchmal echt hart ist und unsere Hoffnung fast zerbricht. Darum geht es auch in dem folgenden Lied von Rea Garvey. Nutzen wir die Zeit während des Songs, einmal zur Ruhe zu kommen und uns dazu Gedanken zu machen:

- Was macht mein Leben gut?

- Welche „Lichtblicke“ geben mir Hoffnung?

- Wer oder was gibt mir Halt in dunklen Momenten?

Rea Garvey - It's A Good Life (Lyric Video)

 

Die Fachschaft Evangelische Religion wünscht Ihnen und euch allen gesegnete Osterfeiertage und erholsame Ferien! 

 

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