Fahrt in die Gedenkstätte nach Flossenbürg

Am 21.11. und 28.11. 2023 fuhren alle zehnten Klassen der Laurentius-Realschule mit dem Bus zur Gedenkstätte Flossenbürg in der Oberpfalz, um dort an Führungen durch das ehemalige Konzentrationslager teilzunehmen bzw die ständige Ausstellung dort zu besichtigen. Schon im Vorfeld wurde das Thema „Widerstand in der NS-Zeit“ im Religions- und Geschichtsunterricht behandelt.

In Flossenbürg angekommen, wurden wir gleich zu Beginn in verschiedene Führungen aufgeteilt, damit ein Rundgang über das Gelände sinnvoll und in Abständen erfolgen konnte. Wie wir bei der Heimfahrt feststellten, waren diese Führungen keinesfalls bei allen gleich, sondern vom jeweiligen Guide individuell gestaltet. Außerdem gab es zwischendurch immer kleine Quizfragen und auch Diskussionen, wo die Schüler*innen mit einbezogen wurden.

KZ Gedenkstätte Flossenbürg
KZ Gedenkstätte Flossenbürg

Da das Wetter an diesem Tag sehr kalt war und es sogar schneite, blieb uns der Anfang der Führung auf dem Appellplatz besonders in Erinnerung. Dort erhielten wir Informationen über die Organisation im Lager, die damalige Ankunft der KZ-Häftlinge und den Tagesablauf im KZ. Schon nach 10 Minuten Stehen auf dem zugigen Platz bekam man eine Ahnung, wie schrecklich stundenlange Appelle gewesen sein müssen. Anschließend gingen wir in die Ausstellung, wo wir sehen konnten, welche Menschen damals im KZ waren. Es waren Fotos ausgestellt, auf denen die KZ – Häftlinge vor ihrer Inhaftierung abgebildet waren, so dass man einen Eindruck davon bekam, dass die Häftlinge ganz normale Menschen waren. Daraufhin haben wir eine Karte betrachtet, auf der aufgeführt war, wo es damals im Deutschen Reich und vor allem in Bayern und Franken überall Konzentrationslager bzw. Nebenlager gab bzw wie viele Betriebe Zwangsarbeiter aus den Lagern beschäftigten. Erschreckend viele Orte waren dabei auf der Karte markiert, auch hier bei uns im Landkreis Ansbach.

Als Nächstes gingen wir in den Duschraum des Hauptlagers, in dem uns berichtet wurde, wie man die neu eingetroffenen Häftlinge durch Kahlscheren der Köpfe und einheitliche Kleidung zu identisch aussehenden Menschen machte bzw. zu „Nummern“ reduzierte. Danach waren wir nochmal im Freien, wo wir das „Tal des Todes“ besichtigten, in dem unter anderem das Krematorium steht und betrachteten den Friedhof, über dessen Entstehung uns der Leiter etwas berichtet hat. Am Schluss schauten wir noch einen Film, der zeigte, wie die Amerikaner die Gefangenen aus dem KZ befreit bzw. die Toten geborgen haben. Leider war insgesamt zu wenig Zeit, bevor wir uns auf den Rückweg nach Neuendettelsau machten.

i. A. Caroline Ahlemann

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