digitales Lernen am Ipad
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Schule der Zukunft: Zeitgemäßer Unterricht durch Hybrides Lernen!

Eine brandneue Unterrichtsmethode ist neben Flipped Classroom das sogenannte „Hybride Lernen“, eine Mischung von klassischem Unterricht und selbstgesteuertem Lernen. Konkret bedeutet es, dass in der einen Unterrichtsstunde die Lehrkraft in der Klasse steht und den Unterricht wie gewohnt durchführt und in der Folgestunde die Schüler*innen ihr Lernen selbst steuern. In dieser Stunde ist die Lehrkraft Lernbegleiter. Das Konzept bedeutet für die Lehrenden mehr Aufwand und vor allem mehr Kompetenzen. Für die Schule verlangt es neben digitalen Klassenzimmer, dass Schüler digital ausgestattet sind bzw. werden.

Für unsere Lehrerin Frau Büchler gehört Hybrides Lernen zu einem zeitgemäßen Unterricht. Sie ist davon überzeugt, dass Hybrides Lernen den Lernprozess bereichert und Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit bei Schüler*innen fördert. Frau Büchler wird die Unterrichtsmethode nun in der 8. Klasse im Fach Sozialwesen einsetzen.

Die Klasse wird in zwei Gruppen geteilt. In einer Stunde ist Frau Büchler in der Klasse und wird selbst unterrichten, in der Folgestunde werden die Schüler*innen ihren Lernprozess selbst steuern. Frau Büchler hat dafür einen Lernplan erarbeitet, so dass die Schüler*innen ganz genau wissen, was sie erledigen müssen. Aufsicht und Lernbegleiterin in dieser Stunde wird Frau Haupt sein.

  • Das hybride Lernen ist in der Erwachsenenbildung nicht neu. In der Erwachsenenbildung hat sich das Konzept vor allem im universitären Umfeld bewährt. Erfahrungen zeigen eine erhöhte Partizipation von Lernenden und die Verbesserung der Selbstregulation.
  • Die Schüler*innen sind in der Lage, ihren eigenen Lernprozess auf der Metaebene zu betrachten und zu reflektieren.
  • Die Lehrkraft nimmt dabei die Rolle des Lernbegleiters ein, die Schüler*innen übernehmen eine aktive Steuerung ihres Lernprozesses.

Frau Büchler: „Mir ist vor allem das selbstgesteuerte Lernen sehr wichtig, es bildet für mich die Basis für einen erfolgreichen Lernprozess. Beim selbstgesteuerten Lernen lenken die Lernenden, also meine Schüler*innen ihren Lernprozess im Wesentlichen selbst- und eigenständig.“

Wie kann in hybriden Lernsettings das selbstgesteuerte Lernen unterstützt und gefördert werden?

In hybriden Lernsettings ist die Struktur und vor allem der rote Faden, sehr wichtig. Dies kann z. B. mit To-Do-Listen, Kann-Listen, Wochenpläne etc. erfolgen. Die Schüler*innen müssen eine Verbindung der Lerninhalte erkennen und sie nicht als Aneinanderreihung irgendwelcher Aufgaben verstehen. Selbstgesteuertes Lernen bedeutet auch nicht “allein gelassen zu werden”. Daher muss der Lernprozess begleitet werden, wie z. B. mit Feedback oder direkter Kommunikation über verschiedene Kanäle.

Selbstgesteuertes Lernen bedeutet auch, den Lernenden verschiedene Möglichkeiten des Lernweges zu ermöglichen. Mit Lernpfaden können beispielsweise leistungsbezogene Verzweigungen eingebaut werden. Auf diese Weise können sowohl schwächere als auch stärkere Schüler*innen gefördert werden.

Frau Büchler: „Für ihre hybriden Lernsettings werde ich verschiedene digitale Tools nutzen. Die Reflexion des Lernprozesses ist auch sehr wichtig. Mit einem Lerntagebuch kann dies sehr gut umgesetzt werden. Ich freue mich schon sehr darauf und finde es klasse, dass ich meine Ideen nun umsetzen kann!“

Wir dürfen also gespannt sein. Das Konzept klingt überzeugend und Frau Büchler geht es mit großer Begeisterung an.

Gerda Seitzinger-Bürkel, Schulleiterin

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