30 Briefe gingen nach Bamberg

Dass Deutschunterricht nicht nur trockenes Wissen zum Auswendiglernen ist, zeigen die Schüler*innen der 5b. Bereits vor den Herbstferien hatte die Klasse einen ersten Vorstellungsbrief an die 5b am Clavius Gymnasium Bamberg geschickt. Weil jedoch die Bamberger 5b 30 Schüler*innen hat, die Neuendettelsauer aber nur 23, wurde die Klasse von einigen Schüler*innen aus der 5c tatkräftig unterstützt. Sie nahmen die Gelegenheit wahr und schrieben ebenfalls Briefe.

Denn das Ziel war es, das Schreiben persönlicher Briefe zu üben – eine Kompetenz, die im Zeitalter von Chats und Sprachnachrichten oft zu kurz kommt. Darüber hinaus sollte der Austausch die Neugier auf das Leben Gleichaltriger in einer anderen Stadt wecken und den Blick für Gemeinsamkeiten und Unterschiede öffnen.

Nun erwartete man sehnsüchtig die Briefe der Partnerklasse. Die Aufregung war groß, als die Antwortbriefe aus Bamberg nach einigen Wochen endlich eintrafen. Viele aus der 5b waren überrascht, wie ähnlich die Interessen der neuen Brieffreundinnen und -freunde ihren eigenen waren – und gleichzeitig wie unterschiedlich man Schulalltag erleben kann. Einige Schüler*innen gestalteten ihre Briefe besonders kreativ mit Zeichnungen, kleinen Bastelarbeiten oder Stickern.

Dann ging es ans Beantworten der Briefe.

„Wo kommt nochmal die Absenderadresse hin?“

„Muss ich zuerst das Datum oder zuerst den Ort hinschreiben?“

„Wieviel Porto gehört auf den Briefumschlag?“

Das konnte alles noch einmal im Lernheft nachgelesen werden.

Im Laufe des Schuljahres sollen noch weitere Briefrunden folgen. Ich bin gespannt, ob aus diesen ersten Briefen vielleicht auch langjährige Brieffreundschaften entstehen werden!

Sandra Brechtelsbauer, Deutschlehrerin der Klasse 5b

Mehr lesen